Der australische Glücksspielanbieter Tabcorp hat sich darauf geeinigt, den börsennotierten Wetttechnologieanbieter BetMakers Technology Group für 267 Millionen Australische Dollar zu erwerben. Die am 10. August 2026 bekannt gegebene Transaktion umfasst den Erwerb aller ausstehenden Anteile zu einem Preis von 0,24 USD pro Einheit.
Die Übernahme zielt darauf ab, die interne Technologieinfrastruktur von Tabcorp zu aktualisieren und gleichzeitig eine dedizierte Business-to-Business-Division zu etablieren. Das Unternehmensmanagement gab an, dass die Integration der Plattformen von BetMakers mit bestehenden Content-Rechten und Kundennetzwerken die Marktreichweite erweitern wird.
Beide Organisationen haben eine verbindliche Scheme Implementation Deed unterzeichnet, wobei die endgültige Genehmigung für das dritte Quartal 2027 angestrebt wird.
Technologie-Assets und finanzielle Leistung
BetMakers bringt die Apollo-Wettplattform und die RaceOdds-Pferderennlösungen in die kombinierte Entität ein. Der Anbieter hat kürzlich den Erwerb der Las Vegas Dissemination Company abgeschlossen und unterhält aktive Partnerschaften mit Betfair Australia, das CrownBet betreibt, sowie mit evoke im Vereinigten Königreich.
Im vierten Quartal 2026, das Ende Juli berichtet wurde, verzeichnete BetMakers einen Umsatz von 24,2 Millionen USD, was einem Anstieg von 9,4 Prozent entspricht, sowie ein bereinigtes EBITDA von 4,5 Millionen USD, was einem Plus von 2,1 Millionen USD oder 89 Prozent gegenüber dem Vorjahreszeitraum entspricht.
Tabcorp-CEO Gillon McLachlan erklärte, dass die Transaktion die strategischen Ziele des Unternehmens in mehreren operativen Bereichen vorantreiben wird. BetMakers-CEO Jake Henson merkte an, dass die Zusammenführung von Wettplattformen mit etablierten Medien- und Einzelhandelsnetzwerken eine einheitliche globale Service-Struktur bilden wird.
Tabcorp hatte zuvor eine stärkere Integration zwischen digitalen, physischen und Broadcast-Assets als den Hauptfaktor für das Wachstum im ersten Halbjahr identifiziert. Informationen stammen aus Unternehmensankündigungen und vierteljährlichen Finanzberichten.