Abgeordneter Josh Gottheimer hat den „Facial Recognition to Protect Children Act“ eingebracht, der Online-Sportwetten und Vorhersagemärkte verpflichtet, das Alter der Nutzer durch Gesichtsanalyse zu überprüfen. Die Gesetzgebung schafft einen bundesweiten Standard, um die aktuellen kontobasierten Prüfungen durch biometrische Altersschätzung bei der Anmeldung oder vor jeder Wette zu ersetzen.
Verifizierungsanforderungen und Bundesstandards
Das vorgeschlagene Gesetz weist Plattformen an, Gesichtsstruktur und -muster zu analysieren, um das Alter eines Nutzers zu schätzen. Die Systeme würden keine persönlichen biometrischen Daten oder die Identität des Nutzers speichern, sondern sich ausschließlich auf die Altersverifizierung konzentrieren. Regulierte Sportwettenanbieter legen das Mindestalter für die Teilnahme derzeit auf 21 Jahre fest, während Vorhersagemärkte den Handel in der Regel ab 18 Jahren zulassen. Der Gesetzentwurf schafft eine einheitliche bundesweite Anforderung für diese Sektoren.Bestehende Plattformen stützen sich hauptsächlich auf initiale „Know Your Customer“-Prüfungen, die Nutzern den Zugang zu Konten ohne weitere Verifizierung ermöglichen. Gottheimer erklärte, dass das aktuelle System auf Ehrenwort-Basis es Minderjährigen ermögliche, sich in Familien- oder Freundeskonten anzumelden und Wetten ohne Überprüfung abzuschließen.
Er verglich den Ansatz mit den Eintrittsanforderungen physischer Casinos und führte aus: „Wir würden das in einem Casino in Las Vegas nicht akzeptieren. Wir sollten es auch nicht auf dem Handy in der Hosentasche unseres Kindes akzeptieren.“
Aktuelle Branchendaten verdeutlichen das Ausmaß der Teilnahme von Minderjährigen. Untersuchungen von Common Sense Media zeigen, dass 36 Prozent der Jungen im Alter von 11 bis 17 Jahren im vergangenen Jahr Glücksspiel betrieben haben. Tennessee-Sportwettenanbieter identifizierten 2024 mehr als 400 Konten von Minderjährigen, ein signifikanter Anstieg gegenüber etwa 100 im Vorjahr, während Behörden in Iowa über 80 entsprechende Meldungen registrierten.
Die Maßnahme genießt bipartisanne Unterstützung durch die Abgeordneten Jeff Van Drew, Nick LaLota, Kristen McDonald Rivet, Jimmy Panetta, Darren Soto, Tom Suozzi, Ritchie Torres und Bruce Westerman sowie durch die Interessenvertretung ParentsRISE.